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Beteiligungsfonds fördert Gründungen aus Hochschulen

Foto: Wiciok/Lichtblick

Unternehmensgründer im mittleren Ruhrgebiet erhalten aus den Hochschulen der Region jetzt einen kräftigen Schub: Der in dieser Form in Nordrhein-Westfalen erstmals eingerichtete regionale Beteiligungsfonds stellt für innovative Geschäftsideen Eigenkapital von jeweils bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Die Gründer profitieren in der entscheidenden Startphase zusätzlich von der kaufmännischen Unterstützung durch frühere Unternehmer und Top-Manager, die jetzt als ehrenamtliche IHK-Senior-Experten wertvolle Erfahrungen weitergeben.

Der Fonds mit zunächst 700.000 Euro Startvolumen wird aus Mitteln des Landes NRW und der EU, der IHK-Senior-Experten, der Transfergesellschaft der Ruhr-Universität Bochum, rubitec GmbH, der Sparkasse Bochum und des Fördervereins für Technologietransfer gespeist und darüber hinaus von der IHK Mittleres Ruhrgebiet unterstützt.

Eine wichtige Voraussetzung für die Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium NRW ist auch die professionelle Gründungsförderung durch das STARTERCENTER NRW, das die IHK und die Wirtschaftsförderung Bochum in den letzten vier Jahren aufgebaut haben. Gemeinsam mit der rubitec GmbH und den IHK-Senior-Experten ist in beispielhafter Form gewährleistet, dass die jungen Unternehmen mit ihrem hoch entwickelten technologischen Know-how auch betriebswirtschaftlich durchstarten können.

„Das Angebot der regionalen Beteiligungsgesellschaft soll verhindern, dass unternehmerische Talente, die hier ausgebildet wurden, der Region den Rücken kehren. Vielmehr wollen wir junge dynamische Unternehmen fördern“, geben IHK-Hauptgeschäftsführer Helmut Diegel und Tillmann Neinhaus, Mitglied der IHK-Hauptgeschäftsführung, die Zielrichtung vor. Der Fonds unterstützt die technologieorientierten Unternehmen in der Gründungsphase, indem er ihnen notwendiges Eigenkapital langfristig zur Verfügung stellt und so die Finanzierung des Unternehmens sichert. Darüber hinaus stehen IHK-Senior-Experten mit ihrem umfassenden Management-Know-how zur Seite, sodass sich die Gründer zunächst voll auf die Entwicklung und Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren können. Neinhaus: „In der Projektlaufzeit sind etwa 15 Unternehmensbeteiligungen mit über 300 qualifizierten Arbeitsplätzen geplant.“

Das mittlere Ruhrgebiet verfügt mit sieben Hochschulen, über 40.000 Studierenden und rund 3.500 Wissenschaftlern insgesamt über ausgezeichnete Voraussetzungen für technologieorientierte Gründungen. „Als eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands will die Ruhr-Universität verstärkt auch die unternehmerische Initiative der Wissenschaftler fördern“, begründen Prof. Dr. Ulf Eysel, Prorektor für Forschung der Ruhr-Universität Bochum, und Dr. Karl Grosse, Geschäftsführer der rubitec GmbH, das finanzielle Engagement der Ruhr-Universität.

In den Technologiezentren in Bochum, Herne, Witten und Hattingen sowie im Bochumer Technologiequartier nahe dem Hochschulcampus hat sich bereits eine Vielzahl innovativer Unternehmen angesiedelt. „Wenn es jetzt gelingt, jungen Forschern den Weg zu einer tragfähigen Technologiegründung zu ebnen, dann hat sich unser Einsatz zur Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze nach dem Nokia-Weggang besonders gelohnt“, so Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.

Informationen zum regionalen Beteiligungsfonds durch Dr. Karl Grosse, rubitec GmbH, Tel.: (02 34) 32 - 1 19 35, E-Mail: karl.grosse(at)rub.de, oder Stefan Grave, IHK Mittleres Ruhrgebiet, Tel.: (02 34) 91 13 - 144, E-Mail: grave(at)bochum.ihk.de.

 
http://www.innovationsfonds-ruhr.com

Foto: Wiciok/Lichtblick
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